Immobilienmarktreport Deutschland Q2 2026

7.8.2026

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt im zweiten Quartal 2026 erste Signale einer schrittweisen Stabilisierung – bei weiterhin anspruchsvollem Finanzierungsumfeld. Nach einer leichten Entspannung an den Kapitalmärkten bleibt die Zinsunsicherheit erhöht; Investoren agieren selektiv und fokussieren transparente Cashflows sowie umsetzbare Businesspläne. Im Wohnsegment verbreitert sich die Transaktionsbasis, während die Bürovermietungsmärkte zunehmend polarisieren: moderne, ESG‑konforme Flächen in Toplagen bleiben knapp, ältere Bestände geraten unter Druck. Frühindikatoren wie steigende Baugenehmigungen deuten Bewegung an, belegen aber noch keine breite Erholung.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich im zweiten Quartal 2026 vorsichtig, bleibt aber von Zinsunsicherheit und geopolitischen Risiken geprägt.

  • Wohninvestments: Im ersten Halbjahr 2026 flossen rund 3,6 bis 4,4 Mrd. € in deutsche Wohnimmobilien, knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Abschlüsse stieg um 20 bis 30 %, getragen von mittelgroßen Transaktionen zwischen 15 und 50 Mio. €.
  • Renditen: Die Spitzenrenditen für Wohnen in den Top-7-Städten liegen stabil bei 3,4 bis 3,6 %. Bei Gewerbeimmobilien steigen sie erstmals seit Ende 2023 wieder, auf rund 4,5 % für Büro und 4,6 % für Logistik.
  • Finanzierung: Die Bauzinsen für zehnjährige Zinsbindungen bewegten sich im ersten Halbjahr zwischen 3,55 und 3,98 %. Das Finanzierungsumfeld bleibt anspruchsvoll, aber funktionsfähig.
  • Baugenehmigungen: Von Januar bis April 2026 wurden 83.700 Wohnungen genehmigt, 13,2 % mehr als im Vorjahr. Das ist ein Frühindikator, aber noch keine breite Erholung des Neubaus.
  • Politik: Die EH-55-Förderung wurde bis Ende 2026 verlängert, die BauGB-Novelle soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
  • Büromarkt Top-7: Der Flächenumsatz lag mit 1,3 Mio. qm rund 6 bis 7 % unter Vorjahr, der Leerstand erreichte mit 9,2 % den höchsten Stand seit 2007. Berlin und München legten deutlich zu, Frankfurt verlor 57 %.
  • Berlin: Die Bürovermietung wuchs um rund 49 bis 63 %, die Spitzenmiete stieg auf bis zu 50 €/qm. Das gewerbliche Investmentvolumen sank dagegen auf rund 633 Mio. €.

Welche Teilmärkte bieten jetzt robuste Einstiegsfenster?

Wie entwickeln sich Mieten, Renditen und Genehmigungen in den kommenden Quartalen?

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